Als alter Skihase hielt ich Langlaufen immer für die Rentner-Version des Wintersports.

Doch was so einfach aussieht, ist in Wirklichkeit ein Ganzkörper-Workout, das das richtige Zusammenspiel von Koordination, Kondition und Technik erfordert und bietet ganz nebenbei noch ganz großes Kino für Naturliebhaber. Das weiß ich erst, seit ich es selbst ausprobiert habe und muss sagen: ich fahr voll drauf ab!

Alles eine Frage der Technik

Wie jeder Anfänger habe auch ich erst mal mit der leichteren Form des Langlaufs begonnen: der klassischen. Hier gleitet man mit den Skiern in einer vorgespurten Bahn – der sogenannten Loipe. Die Bewegung ähnelt der auf einem Cross-Trainer, wie man ihn in vielen Fitnessstudios findet. Auch beim Langlauf bewegt man Arme und Beine diagonal, was bedeutet: mit links erfolgt der Stockeinsatz, während man das rechte Bein nach hinten weg drückt, um mit angehobener Ferse auf dem Ski zu gleiten und umgekehrt. Noch mehr Dampf bekommt man, wenn man die Ferse mit ordentlich Power hochhebt, sich also quasi nach vorn katapultiert.

Generell ist es einem selbst überlassen, ob man sich wirklich voll auspowern oder lieber gemütlich fahren möchte. Das Langlaufen ist mit jedem Fahrstil ein tolles Erlebnis.

Die Skating Technik erfolgt außerhalb der Spur und ähnelt in der Bewegung dem Eislauf oder Inline-Skating. Man kennt die V-förmige Bewegung der Ski vielleicht schon aus der ein oder anderen Biathlon-Übertragung im Fernsehen. Sie erfordert mehr Kondition und ist nur etwas für geübte Langläufer. Auch Ski, Bindung und Schuhe sind anders gefertigt, als bei der klassischen Variante. Daher solltet ihr unbedingt vor dem Mieten oder Kaufen einer Ausrüstung entscheiden, welche Variante ihr bevorzugt.

Weniger ist mehr

Nicht nur die Schuhe sind um einiges bequemer als beim Alpin-Skisport. Langlaufski sind federleicht zu tragen, das lange Anstehen am Lift entfällt, man muss keinen Skipass kaufen und deutlich weniger anziehen. Thermo-Kleidung, wie ihr sie auch zum Joggen im Winter tragt, ist völlig ausreichend. Denn trotz winterlicher Verhältnisse ist es im Tal deutlich wärmer als am Berg und euch wird durch die Bewegung schon genug eingeheizt. Sonnenbrille, Stirnband und Handschuhe sind dagegen ein Muss. Ein kleiner Rucksack mit Proviant und Wechselkleidung kann ebenfalls nicht schaden.

Ski an. Kopf aus.

Im Gegensatz zum alpinen Skifahren, wo man aufgrund der höheren Geschwindigkeit und unvorhersehbaren Pistenverhältnisse achtsamer sein muss, kann man beim Langlaufen deutlich besser abschalten. Natürlich muss man auch hier auf andere Fahrer acht geben, Hinweisschilder oder teilweise abschüssiges Gelände beachten, aber es gibt doch mehr Gelegenheit, sich einfach auf die Bewegung und den eigenen “Flow” zu konzentrieren, die frische Luft zu genießen und die Landschaft zu bewundern. Und zum Bestaunen gibt es jede Menge: Die meisten Langlauf-Gebiete führen durch verschneite Wälder, über Brücken mit kleinen Bächen, weite, schneebedeckte Felder, die in der Sonne nur so funkeln und ein erstklassiges Panorama auf die Berge bieten. Kurz: Langlaufen ist wie Yoga auf Ski.

Livin’ la vida Loipe

Wenn ihr Lust bekommen habt, es selbst einmal auszuprobieren, mietet euch einfach die Ausrüstung bei Gearrilla und schaut bei Google nach den nächstgelegenen Langlauf-Gebieten. Ihr müsst meist nicht sehr weit fahren oder könnt bei richtig guter Schneelage sogar in Parks oder an Flussufern in Loipen fahren, die andere Fahrer selbst gespurt haben. Haltet einfach die Augen offen, dann werden euch mit der Zeit immer mehr Gelegenheiten über den Weg laufen.

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